Kinderarztpraxis Dr. Kathrin Schmidt

Liebe Eltern,

einige Infektionskrankheiten werden klassischerweise als „Kinderkrankheiten“ bezeichnet. Diese Bezeichnung impliziert nichts Bedrohliches – leider zu Unrecht. In der überwiegenden Zahl der Fälle können diese zwar harmlos verlaufen – dennoch gibt es leider noch immer viele Kinder in Deutschland, die z.B. nach einer Masernerkrankung schwer behindert sind oder sogar daran sterben. Babys kommen taub, blind oder mit anderen Fehlbildungen auf die Welt, weil sie bereits im Mutterleib an Röteln oder Windpocken erkrankt sind. Bakterien wie Hämophilus influenzae Typ B, Meningokokken oder auch Pneumokokken rufen neben leichteren Infekten leider häufig auch schwere Infektionen wie eine Blutvergiftung, Hirnhautentzündung oder eine Lungenentzündung hervor, die so gravierend verlaufen, dass Antibiotika nicht mehr helfen können. Die Kinder erleiden bleibende Schäden. Manchmal führen diese Krankheiten auch zum Tod – dies ist leider keine Seltenheit.

Ob bei Ihrem Kind Komplikationen einer solchen Erkrankung auftreten oder nicht, ist reine Glückssache. In Deutschland treten diese Erkrankungen inzwischen nicht mehr häufig auf – dies ist einzig dem breiten Impfschutz zu verdanken. Trotzdem oder gerade deshalb darf die Gefahr der Kinderkrankheiten nicht unterschätzt werden. Die Gefahr besteht für jedes Kind ohne ausreichenden Impfschutz.
Impfen schützt nicht nur Ihr Kind vor den Folgen von Infektionskrankheiten, sondern durch die sogenannte „Herdenimmunität“ gerade auch solche kleinen Patienten, für die eine Impfung nicht möglich ist, wie z.B. Säuglinge, Babys im Mutterleib und immungeschwächte Kinder (z.B. Patienten nach Transplantation oder Chemotherapie).

Impfungen bewirken, dass der Körper mit Hilfe von ungefährlich gemachten Erregern sein Immunsystem so trainiert, dass es beim tatsächlichen Eindringen von bestimmten Bakterien oder Viren nicht zu einer schwerwiegenden Erkrankung kommt.
Aus diesen Gründen halten wir das Impfen nicht nur für sehr wichtig – für die gesunde Entwicklung Ihres Kindes, aber auch im Hinblick auf die Sicherheit unserer anderen, z.T. abwehrgeschwächten kleinen Patienten und Säuglinge ist die Prävention durch Impfen für uns unerlässlich.

Um den Kindern mehrere Injektionen zu ersparen, impfen wir bevorzugt mit Kombinationsimpfstoffen.
Gerne beraten wir Sie persönlich zum Thema Impfen, den verschiedenen Impfstoffen, sowie über aktuelle Impfempfehlungen und -pläne.
Eine Sonderstellung nimmt die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs bei Mädchen und jungen Frauen ein, da es sich nicht um eine Schutzimpfung gegen eine Infektionskrankheit handelt, sondern um eine Krebsvorsorgemaßnahme – diesbezüglich beraten wir Sie bzw. Ihre Tochter gerne.
Informieren Sie sich zu Impfthemen auf folgenden Seiten:

Impfen-Info
Robert-Koch-Institut – aktuelle STIKO-Empfehlung

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